Nach über zehn Jahren als Kaffeerösterei, die sich auf sortenreine Parzellenkaffees spezialisiert und (inter)national etabliert hat, ist die Zeit gekommen, um ein eigenes Espresso-Cuvée zu veröffentlichen: der "Dylan" wird täglich in unserer neuen Espressobar ausgeschenkt und wurde zum absoluten Liebling für klassische Genießer. Der beste Start um uns kennen zu lernen!
Im April haben wir uns entschlossen eine "Harper" nachzureichen. Das ist nun unsere fruchtige Alternative und rundet die Signature Linie ab.
KAFFEEFARMER Walter & Ednilson Dutra / Jacob Mammen / Andres Quintanilla · HERKUNFT Brasilien / Indien / El Salvador · KAFFEFARM Fazendas Dutra / Badra Estates / Finca La Buena Esperanza · VARIETÄT Mundo Novo Amarelo & Catuai Vermelho / CxR / Yellow Colombia / S-795 · VERARBEITUNG Natural / Washed / Honey
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Unsere Rösterei im Rheingauviertel in Wiesbaden begann 2016 mit der Mission sortenreine Parzellenkaffees zu zeigen.
Gegründet zu einer Zeit, als das höchste der Gefühle eine Kaffeepackung aus einer lokalen Rösterei war. Keine Herkunftsangabe war genauer als: "Südamerikanische Arabicas", keine Beschreibung besser als: "harmonischer Geschmack".
Das Ziel war: bewusst klare Herkunft, Transparenz bis zur Farm und auf die genaue Parzelle.
Einige Jahre später wurden wir zur beliebtesten Kaffeerösterei Hessens gewählt, mehrere Publikationen im größten europäischen Kaffeemagazin erschienen über die Jahre hinweg, sowie Vorträge auf Bühnen der dt. Röstergilde, International Coffee Convention (ICC) oder im ganz kleinen Rahmen bei unseren Kursen und Firmenevents.
Oft kam die Frage auf: "Was ist der nächste Schritt? Wann kommt das zweite Geschäft?"
Während unser Fokus 2023-2025 mehr Richtung Caterings und Events wanderte, haben wir es 2026 dann doch gewagt und im Herzen der Wiesbadener Innenstadt, hinter der Marktkirche in den wunderschönen Wilhelm-Arkaden, einen zweiten Store eröffnet!
Unsere Kaffeebar im Rheingauviertel ist bekannt dafür den persönlichen Kontakt zum Kunden zu pflegen. Mit unseren Stammkunden sinnieren wir minutenlang über Kaffees, obwohl währenddessen noch drei Babyccini mit einer Hand und ein zwei Filter mit der anderen gebrüht werden. Nur eine kleine Eselsbrücke reicht und wir können an ein Gespräch von vor sieben Monaten anknüpfen - und wir sprechen hier mittlerweile von über tausend Menschen pro Monat!
Doch was ist, wenn nun diese tausend Menschen ganz neue Gesichter sind und noch nichts über unseren Werdegang kennen? Wenn sie sich vielleicht auch nicht allzu sehr dafür interessieren und einfach nur ohne großes Trara eine leckere Tasse Espresso zum Cappuccino verwandelt haben möchten?
Für die Espressobar musste etwas...hm, wie nennen wir es? Gängiges? Komfortables her?
Es musste ein Cuvée her!
Während wir uns bei dem wundervollen Wort "Cuvée" aus der Weinwelt bedienen, möchten wir gleich in dieser Vorstellung bleiben und auf die großartigen Cuvées anspielen: man denke an Bordeaux oder Champagner, leckere Gutsweine aus dem Rheingau oder Rheinhessen, alles mit Erfahrung, Feinschliff und Planung.
In der Kaffeewelt werden Mischungen meist dazu genutzt, um den Teil des Lagers los zu werden, den man sonst nicht verkauft kriegt.
Traurig aber wahr!
Schaut euch eine der unzähligen Mischungen auf dem deutschen Markt an und ihr werdet kaum Informationen zu dem Inhalt finden. Das galt vor zehn Jahren und ist heute leider nach wie vor aktuell.
Wir haben uns in einem Jahrzehnt kaum weiter entwickelt und das obwohl sich viele Kaffeetrinker beim Besuch einer neuen Stadt gleich auf die Suche nach einer Specialty Coffee Bar machen.
Zuhause nimmt man dann doch den "Nussberg", "Napoli" oder "Goldene Mischung" - ist ja auch gemütlich und preiswert.
Die Verpackung zeigt eindeutig, dass der Röster weder erzählen möchte, was er "sich da einfallen lassen hat", noch (im schlimmsten Fall) nicht einmal selbst weiß, was drin ist. Transparenz ist bei Mischungen kaum vorhanden.
Uns fällt es einfach schwer die herausragenden Parzellenkaffees zu vermischen, aber wenn wir uns das vornehmen, dann möchten wir auch eine klare Nachricht senden.
Der „Dylan" trägt nicht nur den Namen unseres Brands - nein - es wird auch kein preiswertes Vergnügen!
Doch eins ist er sicherlich: ein sau geiler Espresso, der es sich bei euch Zuhause gemütlich kann.
Einfach mal abschalten, keine Flavorprofile lesen, keine Analyse, wir möchten euch nichts aufzwingen - sondern den klassischen Genuss eines Espresso oder Cappuccino für die wichtigen Minuten des Alltags gewähren.
Das kreieren einer Mischung bedeutet nicht, dass wir uns von unseren Zielen verabschiedet haben - im Gegenteil.
So wie jeder andere Kaffee bei uns, hat auch der Dylan Espresso Cuvee eine klare Herkunftsangabe.
Nach über zehn Jahren und immer gleichen fünf Kaffeebauern, schreiben wir nicht mehr dazu, aus welchem Land etwas kommt. Die Varietät, die Aufbereitung und vor allem das Mischungsverhältnis sind wichtige Angaben, die klar auf der Packung stehen.
Über 80% der Getränke in unserer neuen Espressobar werden mit dem "Dylan" gemacht. Das kann ein Single-Espresso sein, Doppio, Cappu oder gleich Flat White, enttäuscht hat er uns bisher nie!
Die Arabicas kommen in zwei Kirschfarben von der Fazendas Dutra - einer der besten brasilianischen Farmen. Dabei wechseln wir saisonal, achten aber darauf nur minimale Änderungen vorzunehmen.
So begann es in der ersten Version zur Neueröffnung mit einem gelben und roten Catuai. Die aktuelle Version beinhaltet zwar immer noch den roten Catuai, aber nun gepaart mit einem gelben Mundo Novo (was tatsächlich die Mutterpflanze des Catuai ist, so bleiben wir genetisch verwandt).
Den Canephora Anteil haben wir von Beginn an auf 40% angesetzt, um genug Körper und nussig-schokoladige Noten im Winter zu haben.
Wir werden gen Sommer vermutlich etwas herunter gehen oder den Arabica-Anteil heller rösten, um für die heißen Tage eine passendere Röstung zu haben.
Im Winter 2026/27 kann es dann eventuell ein 50/50 Blend werden. Wer weiß das schon..eines können wir aber garantieren:
Der Dylan Espresso Cuvee ist die beste Wahl für Einsteiger - und sogar für unseren Röstmeister, nach 12 Jahren Handwerk, über 70 verschiedenen Varietäten und über eine halbe Million Espressobezügen, wenn er die Kaffees an der Espressobar morgens einstellt, trinkt er zuerst einen Doppio des Dylan, um jeden Tag konstant in den Tag zu starten!
So schnell kanns gehen: zehn Jahre lang kein Cuvee im Sortiment und dann gleich zwei in einem Quartal ha ha
Nach den ersten Wochen in der neuen Espressobar, wurde klar, dass wir bei der Gäste-Frequenz und Mitarbeiter-Fluktuation, Ruhe überall wo es möglich ist einbringen müssen.
In den ersten drei Monaten haben wir neben dem Dylan ein "Monthly Special" in der Mühle gehabt. Das ist natürlich irre cool, wenn man einen Pink Bourbon, Java oder Orange Bourbon wählen kann - doch intern war das für uns ein recht hoher Aufwand.
Aus diesem Grund haben wir uns etwas einfallen gelassen, um sowohl unsere fruchtigen Fans zufrieden zu stellen, als auch neue Interessenten der Kaffeewelt abzuholen:
- Harper Signature
Auf den Dylan ist es nur logisch, das eine Harper folgen muss. Wer lange bei uns ist weiß, dass Dylan für den rauchigen, feurigen, harten Teil der Arbeit in der Rösterei steht, während Harper Anfangs für eine weibliche T-Shirt und Kleiderkollektion, sowie den facettenreichtum unserer Marke stand (bis die Pandemie diesen Zweig unterbrochen hatte).
Mit und in unserer neuen Espressobar können wir die beiden wieder vereinen und haben somit den Harper als 100% Arabica in einer hellen Röstung fertig gestellt.
Aktuell sind zwei sehr individuelle Arabicas darin, die sich wahnsinnig gut ergänzen:
Der Yellow Colombia aus El Salvador bringt eine spritzige Zitrusnote in die Tasse und ist mittelkräftig geröstet, um dabei genug Körper zu entwickeln.
Dahingegen ist der S-795 aus Indien viel heller geröstet. Die unglaubliche Komplexität und Sahnigkeit hinter diesem Arabicoid macht "Harper" zu einem vollkommenen Genuss.
Wir möchten nicht nur einen Früchtepunsch in der Tasse haben, sondern auch Balance und seit dem Release nach Ostern begeistern die hellen Doppios oder Flat Whites alle, die mehr als Röstaromen und nussige Aromen suchen.
Trotz des höheren Aufwands und Kostenintensität bevorzugt unser Röstmeister sogenannte "Post-Blends". Hierbei werden die Kaffees erst einzeln geröstet, um sie dann mit Feingefühl (aka. hunderten Fehlversuchen, Try & Error) zu cuvetieren.
Beide Signatures können sich im Laufe ändern, falls neue Ideen aufkommen und Kompositionen entstehen - aber das macht Dylan & Harper aus, sowohl als Rösterei-Brand als auch nun als Signature Blend :-)
